Monday, September 19, 2022
HomeAllgemeinJedes zweite Unternehmen, das keinen Energie- und Erdgasvertrag hat

Jedes zweite Unternehmen, das keinen Energie- und Erdgasvertrag hat

Vorerst muss jedes zweite Unternehmen seine Energie- und Gasversorgung für den Rest des laufenden Jahres vertraglich absichern. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages hat sich die abwartende Haltung vieler Unternehmen angesichts hoher Kosten nach dem Krieg Russlands gegen die Ukraine einmal mehr als nachteilig erwiesen.

Deutsche Großhändler stellen neue Verkaufsrekorde auf.

Im Jahr 2021 hat der Großhandel in Deutschland ein neues Umsatz-Allzeithoch erreicht. Nach Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Umsätze 2019 nominal (nicht preisbereinigt) um 10,3 Prozent über denen des bislang umsatzstärksten Jahres 2020 und real um 4,4 Prozent höher als 2019 im Vorjahr – Pandemiejahr 2019. Der Großhandel entwickelt sich ähnlich wie der Einzelhandel, der auch 2021 einen neuen Rekord-Gesamtumsatz erwirtschaftet.

Die Differenz zwischen Soll- und Ist-Umsatz wird immer größer.

Der Großhandelsumsatz war höher als im Vorjahr. Während die Umsätze Anfang des Jahres einbrachen, was vermutlich auf den landesweiten Lockdown zurückzuführen ist, gehen Statistiker davon aus, dass der massive Anstieg im März auf Nachholeffekte aus dem Vormonat zurückzuführen ist. Seit März 2021 sind die nominalen Umsätze deutlich schneller gewachsen als die realen Umsätze, was zu einer sich seit Mitte des Jahres bemerkbaren Lücke zwischen tatsächlichen und nominalen Umsätzen führte. Dies ist hauptsächlich auf die enormen Steigerungsraten der Großhandelspreise in den letzten Jahren zurückzuführen.

Tatsächlich stiegen die Großhandelsumsätze mit Rohstoffen, Halbfabrikaten und Ausrüstungen im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent. Nominal kletterte der Umsatz hingegen um 14,1 Prozent, was einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr darstellt. Nur in einer Branche stieg der Umsatz real (+9,4 Prozent) stärker als nominal (+7,8 Prozent): der Großhandel mit Produkten der Informations- und Kommunikationstechnik. Die nominalen Umsätze in den anderen Branchen wuchsen dagegen deutlich stärker als die tatsächlichen Umsätze. Dies gilt auch für andere Großhandelsbranchen wie Mineralöl, Metalle und Holz. Der Umsatz ging real um 2,8 Prozent zurück, stieg aber nominal um 18,5 Prozent an diesem Standort.

Abgeholt wurden Gebrauchs- und Einzelhandelsprodukte.

Der Großhandel mit Konsumgütern erzielte real 2,8 Prozent und nominal 4,9 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Den größten Umsatzanstieg verzeichnete der Großhandel mit Gebrauchs- und Konsumgütern mit einem realen Umsatzwachstum von +6,5 Prozent bzw. einem nominalen Umsatzwachstum von +8,1 Prozent.

Auf Basis bestehender Großhandelsumsätze für die Monate Januar bis November 2021 sowie erwarteter Umsätze im Dezember 2021 schätzt das Statistische Bundesamt die realen und nominalen Jahresumsätze für 2021. Dabei berücksichtigt es die Folgen der Corona-Maßnahmen, sowie die Engpässe im Vertrieb und die Verteuerung des Großhandels.

Advertisingspot_img

Popular posts

My favorites

I'm social

0FansLike
0FollowersFollow
3,485FollowersFollow
0SubscribersSubscribe